Reiko Nagase – von der besten Seite

Sie gilt als Ikone der Videospielwelt: Reiko Nagase war das Gesicht von Namcos erfolgreicher Rennspielreihe Ridge Racer. Der erste Teil der Serie »Hall of Fame« widmet sich ganz dem Grid-Girl aus Fernost


Schnelle Autos, schöne Frauen – diese Verbindung gilt in der Motorsportwelt nach wie vor als Garant für gute Unterhaltung und hohe Zuschauerzahlen. Das dachte sich Mitte der 90er-Jahre wohl auch der Spieleentwickler Namco (jetzt Namco Bandai Games), als es um die Vermarktung des Rennspiels Rave Racer für die Playstation 1 ging. Also zauberte Namcos CG-Direktor Kei Yoshimizu dem Spiel kurzerhand ein Lächeln hinzu. Das Grid-Girl Reiko Nagase war geboren.

Diesen Namen erhielt sie allerdings erst ein Jahr später. In Rage Racer (1996) hatte sie abermals nur einen kurzen Auftritt im Intro des Spiels. Doch Reikos Popularität stieg. Und so entschied Namco, ihr für den vierten Teil der Serie mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Für das Intro aus R4: Ridge Racer Type 4 (1998) spendierte man ihr ein Redesign sowie eine eigene Story. Unter Fans gilt dieses Video untermalt mit dem Song von Kimara Lovelace auch heute noch als eines der besten Intros der Serie.

Trotz ihrer Fans, die sich im Laufe der Zeit um sie scharten, wollte Namco Reiko im Jahr 2000 durch ein anderes Maskottchen ersetzen. Doch ihre Nachfolgerin, Ai Fukami, stieß längst nicht auf den Zuspruch, den Reiko für sich beanspruchen konnte. Laut einem australischen Spielemagazin waren die Fans außer sich vor Wut, als sie die Entscheidung von Namco mitgeteilt bekamen. Da blieb wohl nichts anderes übrig, als Reiko wiederzubeleben. Für die weiteren Fortsetzungen Ridge Racers (2003), Ridge Racer 6 (2005) und Ridge Racer 7 (2006) konnten sich die Fans jedenfalls wieder auf ein vertrautes Gesicht freuen.

Und heute? Namco hat sich nach dem enttäuschenden Free-to-play-Titel Ridge Racer Driftopia (2013) nicht durchringen können, eine Fortsetzung der Reihe zu produzieren. Das mag auch daran liegen, dass der Stern der Ridge Racer-Serie über die Jahre hinweg ein wenig an Glanz verloren hat. An Reiko lag das sicher nicht. Nach wie vor ist sie eine Ikone in der virtuellen Motorsportwelt. Wie keine andere verkörpert sie das typische Ridge-Racer-Feeling.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es dennoch: Medienberichten zufolge denkt Bandai Namco derzeit darüber nach, R4: Ridge Racer Type 4 als Remake wiederaufzuführen. Bei einer Umfrage auf Twitter ging der Titel jedenfalls als Sieger hervor. Vielleicht schenkt Reiko also auch künftig wieder den Spielern ein Lächeln.


Bildquelle: https://de.pinterest.com, Namco Bandai Games

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